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Unter dem Titel „Digitalisierung in der Lehrer:innenbildung: Praxis digital gestalten“ fand am 30. September 2021 online die erste Tagung des Verbundprojekts „PraxisdigitaliS“ mit Teilnehmer:innen aus ganz Deutschland sowie Österreich und der Schweiz statt.

Das Verbundvorhaben „PraxisdigitaliS – Praxis digital gestalten in Sachsen“ erarbeitet fächerübergreifend Konzepte und Strukturen zur Verankerung digitalisierungsbezogener Kompetenzen im Lehramtsstudium. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Sonja Ganguin, Prof. Dr. Heike Tiemann und Prof. Dr. Christian Glück fand am 30. September 2021 die erste Tagung des BMBF-geförderten Projekts statt. Im Rahmen der Onlineveranstaltung unter dem Titel „Digitalisierung in der Lehrer:innenbildung: Praxis digital gestalten“ wurden einzelne Ziele und Maßnahmen gemeinsam mit außeruniversitären Partner:innen der 2. und 3. Phase der Lehrer:innenausbildung vorgestellt und in Workshops diskutiert. Unter anderem Lehrer:innen, Seminarleiter:innen für Referendar:innen, sowie Mitarbeiter:innen des Sächsischen Kultusministeriums und des Landesamts für Schule und Bildung schilderten ihre Perspektiven. Dieser Einbezug der Praxis wurde von den Tagungsteilnehmenden besonders positiv hervorgehoben und wiederholt kam der Wunsch nach einer phasenübergreifenden Zusammenarbeit, nach mehr Dialog und Vernetzung auf.

Die angebotenen Workshops spiegelten nicht nur die unterschiedlichen Perspektiven aus den drei Phasen der Lehrer:innenausbildung wider, sondern auch die interdisziplinäre Vielfalt des Projektes an sich. So wurde etwa darüber diskutiert, wie der Einsatz von Apps den Sportunterricht inklusiver gestalten kann und wie Digitalisierung in der naturwissenschaftlichen Lehramtsausbildung umgesetzt werden kann. Es wurde außerdem über die Rechtssicherheit von e-Assessment-Szenarien gesprochen, über Feedback-Tools im Englischunterricht sowie über die sinnvolle Integration von digitalen Sammlungen in den Geschichtsunterricht. Debattiert wurde darüber hinaus über informatische Grundkompetenzen, aber auch über die Notwendigkeit von Akzeptanz bei den Lehrer:innen sowie bei den Schüler:innen und deren Eltern im Hinblick auf den Einsatz digitaler Medien. Aus dem Bereich der Sonderpädagogik wurden Best-Practice Beispiele präsentiert und besprochen. Auch die Themen Finanzierung, Fortbildungsformate und organisatorische Rahmenbedingungen kamen in den Workshops zur Sprache.

Neben den Workshops boten auch die beiden Keynotes von Prof. Dr. Meike Breuer (TU Chemnitz) und Prof. Dr. Martin Heinrich (Universität Bielefeld) und die abschließende Plenumsdiskussion spannende Impulse zum Tagungsthema. Herausgestellt wurde dabei mehrmals, dass Digitalisierung standortübergreifend, also sachsenweit gedacht werden sollte und dass dabei die Zusammenarbeit aller drei Zentren für Lehrer:innenbildung notwendig ist. Raum für Diskussion und Austausch unter den Tagungsteilnehmenden, etwa zu den Themen „digitalisierungsbezogene Kompetenzen“, „Schullogin“ und „Open Educational Resources“, ergab sich darüber hinaus auch beim virtuellen Netzwerktreffen in der Mittagspause.

Die Teilnehmenden der Tagung erhielten auch die Chance, sich zum Verbundvorhaben und seinen vielfältigen Teilprojekten zu informieren. Ziele und Maßnahmen des Projekts „PraxisdigitaliS“ wurden von Prof. Dr. Sonja Ganguin, der wissenschaftlichen Leiterin an der Universität Leipzig, und von Nicole Zabel, der Projektkoordinatorin an der Technischen Universität Dresden, präsentiert. Wenn Sie sich auch zu „PraxisdigitaliS“ informieren möchten, dann können Sie sich hier unser Projektvideo ansehen.