Das Ziel des Graduiertenprogramms "Digitalisierung im Kontext Schule" innerhalb des Verbundprojektes "PraxisdigitaliS - Praxis digital gestalten in Sachsen" ist die Förderung und Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses und ihrer Forschungsvorhaben.

Zwei Universitätsabsolventinnen in typischer Abschlussfeierkleidung, mit Diplom in der Hand, die eine fotografiert die andere mit ihrem Handy. Foto: Colourbox
Die Promovierenden im Projekt PraxisdigitaliS sind in das Graduiertenprogramm eingebunden. Foto: Colourbox

Digitalisierung im Kontext Schule

Das fachliche Forschungs- und Qualifizierungsprogramm umrahmt die 10 Promotionsvorhaben von „PraxisdigitaliS“ und wird die Promovierenden über die jeweilige Professur hinaus qualifizieren. So erhalten sie einen organisierten Rahmen, der zum einen systematische und strukturierte Begleitung und Qualifizierung bietet und zum anderen Synergien ermöglicht. Zugleich bleibt es den Promovierenden offen, sich über das gemeinsame Programm hinaus eigenständig fort- und weiterzubilden.

In regelmäßigen Veranstaltungen wird ein vertrauensvoller Austausch gesichert und eine Vernetzung über das eigene Promotionsvorhaben hinaus unterstützt. Über projektspezifisches Wissen und Fertigkeiten hinaus sollen auch Kompetenzen über das eigene Dissertationsgebiet hinaus aufgebaut werden.

Den Promovierenden werden über die gesamte Projektlaufzeit verschiedene Angebote zur Seite gestellt, um sie beim Ziel eines erfolgreichen Promotionsverfahrens optimal zu begleiten. Neben regelmäßigen Kolloquien werden im Rahmen der fünf Programmbausteine Forschungsmethodik, Arbeitstechniken, Promotion als Projekt, Gute wissenschaftliche Praxis und Lehre an der Hochschule verschiedene Formate zur Verwirklichung ihres Promotionsvorhabens und zur Förderung ihrer wissenschaftlichen Qualifizierung umgesetzt.

Die Graduiertengruppe von „PraxisdigitaliS“ ist Teil des Graduiertenzentrums Geistes- und Sozialwissenschaften an der Research Academy Leipzig.

Im Anschluss an die Projektlaufzeit von „PraxisdigitaliS“ ist eine Verstetigung des Graduiertenprogramms vorgesehen.

Programmverlauf

Grafik: K. Gottlebe

Kommende Veranstaltungen

Vergangene Termine

Am 30. September 2020 kamen Promovierende und Hochschulprofessor:innen der Universität Leipzig und Technischen Universität Dresden im ZLS zum ersten Graduierten-Kolloquium zusammen. Nach Begrüßungen durch Dr. Jürgen Ronthaler sowie Prof. Dr. Ganguin und Prof. Dr. Latzko gaben die Promovierenden Einblick in den aktuellen Arbeitsstand ihrer Promotionsvorhaben und stellten diese auch mit Blick auf nächste Arbeitsschritte zur Diskussion. Darüber hinaus bot die Veranstaltung allen Beteiligten die Möglichkeit, weiteren Unterstützungsbedarf zu äußern sowie Anregungen mitzuteilen und offene Fragen rund um die Promotionsvorhaben und das Graduiertenprogramm zu besprechen. Bis zum nächsten Kolloquium in etwa vier Monaten sollen die Promovierenden Unterstützung in Form von Workshops erhalten, die auch in Kooperation mit dem Graduiertenforum des ZLSB der TU Dresden angeboten werden.

Das zweite Graduierten-Kolloquium fand ganztägig am 23. Februar 2021 statt. Im Rahmen eines digitalen Diskussionsformates stellten neun Promovierende der Universität Leipzig und der Technischen Universität Dresden den aktuellen Arbeitsstand ihrer Promotionsprojekte vor und gaben einen Ausblick auf bevorstehende Arbeitsschritte.

Workshop „Datenmanagementpläne erstellen“

Die Anforderungen von Forschungsförderern beinhalten häufig die Archivierung und Veröffentlichung von Forschungsdaten. Damit verbunden ist häufig auch das Erstellen eines Datenmanagementplans. Dabei werden jeweils unterschiedliche Angaben zur Erhebung, Speicherung und Veröffentlichung von projektbezogenen Forschungsdaten erwartet. Was im ersten Moment unübersichtlich und überfordernd wirkt, soll in diesem Kurs anhand theoretischer Bezüge und praxisorientierter Beispiele handhabbar gemacht werden. So wird besprochen, welche Elemente ein Datenmanagementplan enthalten sollte und wie ein solcher mithilfe digitaler Tools selbst erstellt werden kann. Ganz konkret bietet der Workshop den Promovierenden die Möglichkeit, gemeinsam mit den Dozentinnen projektspezifische Fragen zu besprechen und das Erstellen eigener Datenmanagementpläne anwendungsbezogen umzusetzen.

 

Zeit : jeweils 10:00 – 12:00 Uhr

Dozentinnen: Dr. Barbara Weiner und Pia Voigt (Universität Leipzig, Forschungsservice)

Format: Workshop, online via BigBlueButton

Workshop „Fragebogenkonzeption“

Die Konzeption von Erhebungsinstrumenten, die eine hohe Güte bezüglich Genauigkeit, Objektivität und Validität aufweisen, erfordert eine Reihe sorgfältig zu planender Schritte. Der Workshop Fragebogenkonzeption legt den Fokus auf die Entwicklung von psychometrisch fundierten Fragebögen. Im ersten Teil werden Schritte der Fragebogenkonstruktion und damit verbundene typische Probleme und Fehler dargestellt. Im zweiten Teil haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, im Forum und gemeinsam mit den Dozentinnen das Erstellen von guten Fragebogenitems zu üben und spezifische Fragen zu den eigenen Fragebogenentwürfen zu besprechen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Themen, zu denen eine Befragung geplant ist, oder auch eigene Fragebogenentwürfe einzubringen.

Zeit: 09:00 – 13:30 Uhr

Dozentinnen: Prof. Dr. Brigitte Latzko und Dr. Katrin Gottlebe (Universität Leipzig, Professur für Psychologie in Schule und Unterricht)

Format: Workshop, online via BigBlueButton

Der zweitägige Workshop hat folgende Schwerpunkte zum Inhalt:

  1. Übergang von der Recherche zum Schreiben (Arbeits-, Kapitel- und Textstrukturen; strukturierende Hilfsmittel)
  2. Textproduktion (Argumentation und Stilistik)

Am 12. November 2021 fand das 3. Kolloquium des Graduiertenprogramms „Digitalisierung im Kontext Schule“ statt. Unter dem Themenschwerpunkt des wissenschaftlichen Schreibens kamen Professor:innen und Promovierende zusammen, um Arbeitsentwürfe der Promovierenden zu besprechen. Für die Durchführung wurden die Beteiligten in Tandems (von bis zu vier Teilprojekten) eingeteilt. Die Entwürfe wurden vorab gelesen, sodass innerhalb der Tandem-Runden Zeit für Feedback und offene Fragen blieb. Das Ziel bestand darin, die Promovierenden hinsichtlich ihres Schreibprozesses zu unterstützen und zu motivieren sowie ihnen Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Wesentliche Empfehlungen und Hinweise aus den Tandem-Sessions wurden schriftlich festgehalten, damit die Schreibenden auch von den Ergebnissen der Gruppen profitieren können. Das Format wurde als sehr gelungen eingeschätzt und soll für künftige Kolloquien beibehalten werden.

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