Das Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur" bietet fortlaufende Kurse und Weiterbildungen für Studierende und Lehrende an. Diese werden fortwährend evaluiert und weiterentwickelt. Im Zentrum steht dabei die breitflächige Verankerung von Achtsamkeitsangeboten an der Hochschule, beginnend am Zentrum für Lehrer:innenbildung und Schulforschung.

Foto: Colourbox

Veranstaltungen für Hochschullehrende

Praxis-Workshops zum Kennenlernen (3 Workshops von jeweils 180 Min.): Ausgewählte Achtsamkeitsübungen aus dem „Achtsamkeitsbasiertes Hochschullehrenden Training MBTT® 1.0“ 

Die voneinander unabhängigen Webseminare führen in drei grundlegende Formen von Achtsamkeitsübungen ein:

  1. Individuelle Achtsamkeitsübungen dienen der Stressreduktion und stärken die Resilienz.
  2. Soziale Achtsamkeitsübungen vertiefen das Gespür fürs soziale Feld und verbessern die soziale Beziehungsqualität.
  3. Systemische Achtsamkeitsübungen helfen dabei, Ressourcen und Potentiale in der Organisation wahrzunehmen und sich auf Transformationsprozesse einzulassen.

Im Rekurs auf das vom MIT-Management-Wissenschaftler Claus Otto Scharmer entwickelte Konzept der „vertikalen Bildung” führt der Workshop vor Augen, wie Hochschullehrende in der Universität des 21. Jahrhunderts die beschriebenen Übungen für die Gestaltung eines zeitgemäßen Hochschulalltags nutzen können.

Termine: 

  • 22.10.2021, 14:00 – 17:00 Uhr
  • 12.11.2021, 14:00 – 17:00 Uhr 
  • 26.11.2021, 14:00 – 17:00 Uhr

Referent:innen:

PD Dr. Reyk Albrecht (Friedrich-Schiller-Universität Jena, Gründer und Geschäftsführer von Achtsam.Digital®)

Susanne Krämer (Universität Leipzig, Projektleitung "Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur“)

 

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SAVE THE DATE

Vom 28. Februar bis 04. März 2022 findet ein Inkubationsworkshop im Klosterhof St. Afra in Meissen statt.

An dieser Stelle finden Sie demnächst mehr Informationen zu Inhalten und Kosten.

Der hochschulische Alltag bringt viele Lehrende und Studierende in Zeiten von Digitalisierung und Disruption an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die Corona-Situation hat dies noch verschärft.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen, eine verminderte Lebensfreude, weniger Leistung können Folgen davon sein. Ein resilienzstärkender Umgang mit uns selbst und unserer Umwelt ist eine wertvolle Ressource, die durch Achtsamkeitstraining gestärkt werden kann. Darüber hinaus kann dieses Training auch neue Kräfte im Team und in der Organisation freisetzen. Dafür gibt es evidenzbasierte Studien aus der Positiven Psychologie und der Neurowissenschaft.

Das Achtsamkeitstraining für Lehrende MBTT® 1.0 ist ein für die Transformation von Forschung und Lehre an Hochschulen besonders wirksames Format von Achtsam.Digital®. Während der Entwicklungsphase wurden die Prototypen in fachbereichsübergreifenden Weiterbildungsveranstaltungen an Thüringer Hochschulen 2017 und 2019 erprobt und evaluiert.

Durch die achtsame Grundhaltung, die Hochschullehrende in diesem einsemestrigen Trainingsprogramm erkunden, werden Lehrfreude, Forschungsmotivation und Transdisziplinarität gestärkt.

Drei grundlegende Formen von Achtsamkeitsübungen

MBTT® 1.0 verbindet individuelle und soziale mit systemischen und ökologischen Achtsamkeitsübungen.

  • Individuelle Achtsamkeitsübungen stärken die mentale Präsenzerfahrung, indem sie unsere Körperwahrnehmung, Emotionsregulation und Metakognition gezielt trainieren. Sie dienen damit auch der Stressreduktion. Die vom amerikanischen Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn im klinischen Kontext etablierten Praktiken Body Scan, Sitz- und Gehmeditation werden in einer dem akademischen Kontext angepassten Form vorgestellt.
  • Soziale Achtsamkeitsübungen vertiefen das Gespür fürs soziale Feld und verbessern die soziale Beziehungsqualität. Neben der von Gregory Kramer entwickelten dialogischen Meditationspraxis werden Gruppentechniken vorgestellt, die der international renommierte Managementwissenschaftler Claus Otto Scharmer am MIT entwickelt hat.
  • Systemische und ökologische Achtsamkeitsübungen helfen dabei, Ressourcen und Potentiale in der Organisation wahrzunehmen und sich auf Transformationsprozesse einzulassen. Hier stehen Embodiment-Praktiken im Zentrum, die von der japanischen Tanz- und Meditationslehrerin Arawana Hayashi zusammen mit Otto Scharmer am Presencing Institute konzipiert worden sind und heute im ökologischen Change Management weltweit genutzt werden.

Der Kurs findet findet im vierzehntäglichen Rhythmus (6x 180 Min. plus halbtägiges Digital Detox Retreat) statt.

Termine Kurs 1:

  • Do. 07.04.2022 (180 min) - Präsenz in Leipzig             
  • Do. 21.04.2022 (180 min) - Online       
  • Do. 05.05.2022 (180 min) - Präsenz in Leipzig             
  • Do 19.05.2022 (180 Min) - Online        
  • Do. 02.06.2022 9 (300 min) – Achtsamkeitstag mit Präsenz in Leipzig           
  • Do. 16.06.2022 (180 min) - Online       
  • Do. 30.06.2022 (180 min) - Präsenz in Leipzig             

Referent:innen:

PD Dr. Reyk Albrecht (Friedrich-Schiller-Universität Jena, Gründer und Geschäftsführer von Achtsam.Digital®)

Susanne Krämer (Universität Leipzig, Projektleitung "Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur“)

Termine Kurs 2

Jeweils 14.00 – 17.00 Uhr

  • Mo. 11.04.2022 (180 min) - Präsenz in Leipzig             
  • Mo. 25.04.2022 (180 min) - Online       
  • Mo. 09.05.2022 (180 min) - Präsenz in Leipzig             
  • Mo. 23.05.2022 (180 Min) - Online        
  • Mo. 13.06.2022 (300 min) – Achtsamkeitstag mit Präsenz in Leipzig (11.00 – 17.00 Uhr)           
  • Mo. 20.06.2022 (180 min) - Online       
  • Mo. 04.07.2022 (180 min) - Präsenz in Leipzig

Referent:innen:

Prof. Dr.-Ing. Andreas Franze (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden)

Susanne Krämer (Universität Leipzig, Projektleitung "Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur“)

 

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Aufbauend auf MBTT 1.0 (oder einer äquivalente Basisausbildung) bieten wir ab dem Wintersemester 2022 die Zertifikatsausbildung Achtsame Hochschullehrende (ZAH) an.

Das Format umfasst fünf Module à zwei Tage und beinhaltet den aktuellen Stand der Achtsamkeitsforschung, Grundlagen der Achtsamkeitspädagogik, Anleitung ausgewählter Achtsamkeitsübungen für hochschulspezifische Kontexte wie Vorlesungen, Seminare, Gruppen- und Gremienarbeit sowie für die Sprechstundengestaltung und die Leitung von Forschungsteams.

Der Abschluss besteht aus der Zertifizierung zum Achtsamen Hochschullehrenden durch ein Praxisprojekt (Implementierung von Achtsamkeit im eigenen Arbeitsfeld) inklusive Dokumentation und Projektvorstellung. Die Ausbildung wird ins HDS Programm integriert.

 

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Veranstaltungen für Studierende

Interessierte Studierende können im WS 21/22 im Rahmen des Lehrangebotes der Ergänzungsstudien des ZLS an zwei verschiedenen Seminaren teilnehmen:

„Bewusstseinsbildung als Basis für Veränderung - MTP (Mindful Teachers Program), ein achtsamkeitsbasierter Ansatz“

Das Seminar setzt sich mit achtsamkeitsbasierten Übungen und Meditationen auseinander, die zu einer Wahrnehmung der eigenen psychologischen Haltungs- und Handlungsmuster führen. Diese ermöglichen eine ganz konkrete Auseinandersetzung mit eigenen Strukturen und Mustern. Das fördert einerseits die grundlegenden Ressourcen des Lehrberufs, wie Reflexionsfähigkeit, Empathie, Authentizität, Humor, Stressresilienz und Impulsdistanz und kann andererseits zu einem bewussteren Verhalten sowohl mit den eigenen Ressourcen („Stressbewältigung“) als auch der Umwelt gegenüber führen.

Das Seminar wird wissenschaftlich begleitet. Es ist daher bereits jetzt eine Interessenbekundung für das SoSe 22 und das WS 22/23 per Online-Formular im Zeitraum vom 27.09.2021, 12:00 Uhr bis 10.10.2021, 23:59 Uhr gewünscht und möglich.

Mit Ihnen als Studierende haben wir die einmalige Chance Lehrveranstaltungen zum Thema Achtsamkeit zu evaluieren und zukünftig an der Hochschule fest zu integrieren. Die Seminarteilnahme oder die Interessenbekundung beinhaltet daher die Teilnahme an der begleitenden Studie.

Zur Warteliste und Interessenbekundung

Das Seminar verbindet individuelle und soziale mit systemischen und ökologischen Achtsamkeitsübungen. Im Zentrum des Kurses stehen einfache Übungen, die sich unmittelbar auf die alltägliche Studienpraxis und die besonderen Herausforderungen von Studierenden in Zeiten des Wandels auswirken. Die beiden Hauptziele des Trainings bestehen darin, das grundlegende ABC säkularer Achtsamkeitsübungen zu vermitteln und die Studierenden dabei zu unterstützen, 15 – 20 Minuten Achtsamkeitspraxis in ihren Tagesablauf zu integrieren.

Es  besteht die Möglichkeit sich vom 27.09.2021, 12:00 Uhr bis 10.10.2021, 23:59 Uhr auf eine Warteliste setzen zu lassen.

Zur Warteliste

Termine und eine ausführlichen Seminarbeschreibungen entnehmen Sie bitte dem Lehrangebot Ergänzungsstudien Wintersemester 2021/22.

Beide Angebote werden im Modul 30-STE-PS4-02: „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule – Aufbaumodul“ angeboten.

Vergangene Veranstaltungen

Am 07. Juli 2021 fand die Auftaktveranstaltung des Projektes ABiK statt. Die Veranstaltung bot erste Einblicke in das Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur“ und einen Einstieg in evidenzbasierte Achtsamkeitsübungen. Projektleiterin Susanne Krämer freute sich, ABiK vorstellen zu dürfen und bekannte Gesichter wiederzusehen.

Mit der Darstellung der angespannten psychischen Situation der Studierenden nach drei Semestern rein digitalen Studiums eröffnete der Prodekan der Universität Leipzig Prof. Dr. Hofsäss die Kick-off Veranstaltung des Projekts. Achtsamkeit wurde von ihm nicht nur im Sinne der in der Hochschule und Schule benötigten Stressreduktion und Emotionsregulation gesehen, sondern auch als Grundvoraussetzung, wenn Lernen nicht als Reproduktion von Wissen gesehen wird, sondern als kreatives Verknüpfen von Informationen. In diesem Sinne knüpfte auch die Keynote von Prof. Dr. Mike Sandbothe (EAH Jena) und PD Reyk Albrecht (FSU Jena) an, sich den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen.

In einem weiten geschichtlichen Bogen spannte Prof. Dr. Mike Sandbothe die Bewusstseinsschulung als Basis von pädagogischen Prozessen.  Als ersten Schritt stärken wir unsere Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit und werden uns so der sonst unterbewusst ablaufenden geistigen und körperlichen Vorgänge bewusst. Darüber hinaus gilt es den Fokus von der individuellen zur sozialen und sytemischen Achtsamkeit zu weiten. Die dazu entwickelten Kurse wurden beim Kick-off von den Gründern des Bildungsunternehmens Achtsam.Digital praxisnah vorgestellt und werden zukünftig in Workshops vertieft.

Nach der Projektvorstellung durch die Projektleiterin Susanne Krämer (ZLS), welches durch Prof. Dr. Ute Kunzmann (Institut für Psychologie, Universität Leipzig) mit Schwerpunkt auf die in Leipzig entwickelten Formate evaluiert wird, berichteten Prof. Natalie Singer (Bauhaus Universität Weimar), Prof. Dr.-Ing. Andreas Franze (HTW Dresden) und Elmas Avci (Grundschulstudentin, Universität Leipzig) von den Auswirkungen, die Achtsamkeit in ihr Arbeitsfeld und Studium gebracht hat. Die Gespräche wurden durch interaktive Beiträge aus dem Zoom Raum und dem Chat unterstützt, so dass trotz fehlender Präsenz ein lebendiger Austausch stattfand und ABiK nun den Auftakt zu weiteren Veranstaltungen und Kursen gesetzt hat.

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