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Achtsamkeit gewinnt im hochschuldidaktischen Diskurs weiter an Aufmerksamkeit

Im aktuell veröffentlichten Tagungsband „Ursprünge hinterfragen – Vielfalt ergründen – Praxis einordnen“ zur 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd), ist Achtsamkeit als eine mögliche Perspektive in der hochschuldidaktischen Arbeit vertreten. Unter dem Titel „Achtsamkeitsbasierte Methoden in der Hochschuldidaktik“ beschreibt Susanne Krämer, die Leiterin des Projekts Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur (ABiK) am Zentrum für Lehrer:innenbildung und Schulforschung, die individuelle Bedeutung der Kulturtechnik der Achtsamkeit für den hochschulischen Kontext, aber auch das Potenzial der institutionellen, gesellschaftlichen Veränderung durch die systemische, werteorientierte Perspektive. „Die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit schließt auch die Überwindung der empfundenen Separierung des Menschen von seiner Umwelt (…), und die Entwicklung eines eigenen ethischen Bezugsrahmens ein.“ (Krämer 2021, S. 176).

Anhand von exemplarischen Konzepten und Projekten werden Ziele und Wege der Implementierung einer Achtsamkeitspraxis im Alltag der Hochschullehre im Artikel aufgezeigt, einzelne didaktische Elemente auf individueller Ebene oder hochschulübergreifendes Konzept diskutiert und der aktuelle Forschungsstand beleuchtet. Mit der Aufnahme des Beitrags in das Tagungsband wird das Potenzial für den hochschuldidaktischen Diskurs unterstrichen.

 

Der Artikel erschien in:

Angelika Thielsch, Claudia Bade, Lukas Mitterauer (Hrsg.). Ursprünge hinterfragen - Vielfalt ergründen - Praxis einordnen. ReGeneration Hochschullehre. 2021wbv Publikation. ISBN: 978-3-7639-6265-5

Zum Tagungsband
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Die 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) fand unter dem Motto „ReGeneration Hochschullehre. Kontinuität von Bildung, Qualitätsentwicklung und hochschuldidaktische Praxis“ 2019 an der Universität Leipzig statt

Achtsamkeit als Thema bei den 1. digitalen Resilienztagen an der HTWK Leipzig

Zur Bewältigung von Veränderungsprozessen, die aus dem aktuellen Klima-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Technologiewandel hervorgehen, durchlaufen Individuen, Institutionen und Städte umfangreiche Disruptionen. Diese sind Gegenstand von Resilienzforschung und -praxis. Resilienzfähigkeit ist in unserer gesellschaftlichen Entwicklung eine zentrale Fähigkeit, Krisen mit dem Ziel des Kompetenzaufbaus zu überwinden. Am 21. und 22. Oktober 2021 veranstaltet daher die HTWK Leipzig die ersten digitalen Resilienztage mit dem Motto „Stadtentwicklung meets Bildungstransformation“.

Im Fokus des zweiten Tages steht der Themenbereich „Hochschullehre im Transformationsprozess“. Hier referieren die Leiterin des Projekts „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur“ Susanne Krämer (Universität Leipzig) und Prof. Dr.-Ing. Andreas Franze (HTW Dresden) gemeinsam in einer Keynote über „Achtsamkeit zur Resilienzentwicklung im Bildungskontext", sowie anschließend in einem praxisorientierten Workshop über „Umsetzungsmöglichkeiten und Implementierungswege für Achtsamkeit im Bildungskontext".

Für die Teilnahme wird um Anmeldung gebeten.

Zur Veranstaltungsseite der HTWK

 

Interview mit Susanne Krämer bei „LehrHelden"

Am 16. Juli 2021 war Susanne Krämer, Leiterin des Projektes „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur" am Zentrum für Lehrer:innenbildung und Schulforschung Leipzig und der Universität Leipzig bei dem Podcastformat „LehrHelden" zu Gast. Unter dem Titel „5 Fragen an - Hochschuldozentin und Achtsamkeitsexpertin Susanne Krämer" spricht sie über ihr Engagement, Achtsamkeit in der Schul- und Hochschulkultur sowie der Lehrer:innenausbildung zu verankern und über die Projekte, die dazu ins Leben gerufen wurden. Der Podcast kann auf den geläufigen Streamingplattformen gehört werden.

Zum Podcast der Lehrhelden

Vortrag und Gesprächsrunde bei #wirfürschule | Community Panel - Die Bedeutung von Achtsamkeit für Lehrkräfte und Schüler:innen

Im Rahmen eines #wirfürschule Community Panels am 25.05.2021 sprachen Experten über die Bedeutung von Achtsamkeit für Lehrkräfte und Schüler:innen: Susanne Krämer leitet an der Universität Leipzig das Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur", Dr. Adrian Bröking ist als Referent für Achtsamkeit in der regionalen Fortbildung im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie tätig. Seine ehemalige Schülerin Ricarda Priebe verdeutlicht die Bedeutung von achtsamer Lehre an Schulen und für die Schülerschaft. Madlen Neubauer entwickelte ein inklusives Konzept zur Förderung von Achtsamkeit im Unterricht und besuchte an der Universität Leipzig das Seminar „Kommunikation und Achtsamkeit“.

Die Veranstaltung begann mit einem Einführungsvortrag von Susanne Krämer zum Thema Achtsamkeit sowie grundlegenden Wirkfaktoren, verknüpft mit aktuellen Forschungsergebnissen im schulischen Kontext. Anschließend wurde eine exemplarische Achtsamkeitsübung vorgestellt. Danach entspannt sich ein Gespräch der Expert:innen über die eigenen Erfahrungen, Gelingensfaktoren und Hindernisse der Implementierung an der Schule, der Rolle der Lehrpersonen im Vermittlungsprozess und verschiedene Zugangswege aus den unterschiedlichen Perspektiven.

Das Gespräch fand im Rahmen eines #wirfürschule Community Panels statt. Wir für Schule sind ein Netzwerk, das die Innovationskraft der Gesellschaft zu bündeln versucht und Menschen befähigen möchte, Lösungen für die aktuellen Herausforderungen im schulischen Bildungssystem zu entwickeln. 2020 fand der bislang größte Bildungshackathon mit über 6000 Teilnehmer:innen statt. Die Schirmherrschaft für #wirfürschule wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übernommen. Daraus entstanden 216 Lösungen für die Schule von morgen, die sich nicht nur mit den Herausforderungen des hybriden Schuljahres, sondern auch darüber hinaus mit dem Bildungssystem Deutschlands befassen. Die 14 Gewinner:innen-Projekte durften sich dem BMBF und der Kultusministerkonferenz vorstellen. 

Autorin: Susanne Krämer

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