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Dokumentarische Methode

Die Dokumentarische Methode ist als rekonstruktives Verfahren der Datenauswertung mittlerweile auch in der Schul- und Unterrichtsforschung fest etabliert. Mit dem Fokus darauf, Implizites zu explizieren bzw. die konjunktive Lagerung von Erfahrungsräumen ‚sichtbar’ werden zu lassen, werden mit dieser Methode Praktiken und handlungsleitende Orientierungen, insbesondere von Gruppen, rekonstruiert. Methodologische Basis ist die Praxeologische Wissenssoziologie, wie sie Ralf Bohnsack auf Basis der Schriften Karl Mannheims (weiter)entwickelt hat.
Die Workshops bieten die Möglichkeit, die Dokumentarische Methode mit den unterschiedlichen Datenzugängen, wie z.B. Interviews, Gruppendiskussionen und/oder Videographien, kennenzulernen. Dafür werden die Teilnehmenden aufgefordert, ihr Forschungsinteresse vorab kurz mitzuteilen. Zudem besteht die Möglichkeit, eigene empirische Beispiele für eine gemeinsame Interpretation einzureichen.ele für eine gemeinsame Interpretation einzureichen.

Frau JunProf. Dr. Anja Hackbarth

Herr Christopher Hempel

Ethnographie

Die vier Workshops verstehen sich als Forschungswerkstätten, in denen gemeinsam je an einem Projekt und an den hierzu vorliegenden Beobachtungsprotokollen gearbeitet wird. Nach Möglichkeit soll dabei in jedem Workshop ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. So könnte beim einen Projekt, das noch am Anfang steht, eher an der Qualität der ethnografischen Protokolle gearbeitet werden und beim nächsten das offene Kodieren, das Interpretieren oder das ethnografische Schreiben im Fokus stehen. In allen Fällen wird dem gemeinsamen Deuten der Daten aus den unterschiedlichen Perspektiven, die die Workshopteilnehmer*innen einbringen, und einer hierfür nötigen offenen Atmosphäre besondere Bedeutung beigemessen.

Frau Prof. Dr. Karin Bräu

Frau Dr. Yaliz Akbaba

Qualitative Inhaltsanalyse

Im deutschsprachigen Raum existieren verschiedene Varianten qualitativer Inhaltsanalyse als Datenauswertungsverfahren. Gemein ist diesen Verfahren die Systematisierung von
Kommunikationsinhalten mit dem Ziel einer in hohem Maße regelgeleiteten Interpretation und die Möglichkeit, sie flexibel an die eigene Forschungsfrage und das eigene Datenmaterial anpassen zu können.

Ziel des Workshops ist es, in die Arbeit mit der qualitativen Inhaltsanalyse einzuführen. Ausgehend von einem kurzen Überblick über Entstehung und Merkmale, die zentralen Annahmen sowie die Basisverfahren und Varianten der qualitativen Inhaltsanalyse, werden folgende Inhalte bearbeitet:

  • Aufbau und Anforderungen inhaltsanalytischer Kategoriensysteme und deren Überarbeitung

  • Inhaltsanalytische Kategorienarten und Verfahren zur Entwicklung von Kategorien

  • Idealtypische und praktische Schritte qualitativer Inhaltsanalyse, exemplarisch an der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse (nach Kuckartz 2016)

Erarbeitet werden diese Inhalte in einem Wechsel von Kurzreferaten, Arbeits- und Diskussionsphasen. Sämtliche Schritte werden am Material der Teilnehmer/innen praktisch erprobt, soweit dieses vorhanden ist und zur gemeinsamen Bearbeitung bereitgestellt werden darf.

Weitere Themen (bspw. der Vergleich mit anderen Auswertungsverfahren, die Verwendung von Forschungssoftware, Verschriftlichung qualitativ-inhaltsanalytischer Arbeitsergebnisse u. ä.) und offene Fragen werden je nach Bedarf besprochen.

Herr Markus Janssen

Videographie / Interaktionsanalyse

Neben anderen Herausforderungen erziehungswissenschaftlicher Videographie sticht insbesondere die (Über-)Komplexität des aufgenommenen Geschehens hervor. Um dieser zu begegnen, ist eine reflektierte und selektive Beobachtung zwingend notwendig, die mit (Auswahl-)Entscheidungen bezüglich der Datenerhebung, der Datenaufbereitung sowie der Analyse einhergeht. Hier bieten sich mehrere Vorgehensweisen an, die wir im Workshop einander gegenüberstellen und den Schwerpunkt auf Herausforderungen und Möglichkeiten rekonstruktiver Forschung legen. Anhand konkreter Forschungsprojekte diskutieren wir darüber hinaus am Videomaterial Fragen der Analyse (insbesondere Segmentierungsanalyse und Sequenzanalyse) und der Datengewinnung (Datentypen und Aufbereitungsstrategien). Dabei werden gegenstandstheoretische, methodologische und methodische Aspekte in ihrem wechselseitigen Bedingungsverhältnis berücksichtigt.

Der Workshop richtet sich an Personen, die sich entweder bereits auf die Interaktionsanalyse und ihre methodischen Schritte festgelegt haben, oder in Bezug auf das konkrete Vorgehen im Umgang mit Unterrichtsvideos noch unentschieden sind. Steht dagegen bereits fest, dass Sie videographisches Datenmaterial unter Bezugnahme auf die praxeologische Wissenssoziologie analysieren wollen, so empfiehlt sich eher der Workshop zur Dokumentarischen Methode.

Teilnehmende, die eigenes Datenmaterial einbringen und diskutieren wollen, sind herzlich eingeladen, dies zu tun. Bitte schicken Sie in diesem Fall vorab eine Skizze Ihres Forschungsvorhabens und ggf. der im Workshop zu diskutierenden Problematik.

Frau Johanna Leicht

Herr Dr. Christian Herfter

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Bitte beachten

Alle Teilnehmenden der qualitativen Methodenkurse belegen nicht nur einen sondern ZWEI METHODENKURSE. Diese können beliebig miteinander kombiniert werden.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit ihre eigene Forschungsarbeit im Kurs zu besprechen. Dazu reichen Sie bitte bis zum 01. August ein Abstract ein.

Programm Qualitative Kurse