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Videographie und Interaktionsanalyse - Prof. Dr. J. Dinkelaker und Dr. C. Herfter

Einführung Videographie/Interaktionsanalyse

In der Einführung werden zentrale Herausforderungen der videobasierten Interaktionsanalyse aufgeworfen und Varianten ihrer Bearbeitung vorgestellt. Als grundlegendes Problem wird der Umgang mit der Überkomplexität des aufgenommenen Geschehens und der damit einhergehenden Notwendigkeit einer (reflektierten) Selektivität des Beobachtens herausgehoben. Wie unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Datenerhebung, der Datenaufbereitung und der Analyse jeweils dieses Problem bearbeiten, wird vergleichend diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf besondere Herausforderungen und Möglichkeiten rekonstruktiver Forschung gelegt. 

 

Workshops Videographie/Interaktionsanalyse

Anhand konkreter Forschungsprojekte werden am Videomaterial Fragen der Analyse (insbesondere Segmentierungsanalyse und Sequenzanalyse) und der Datengewinnung (Datentypen und Aufbereitungsstrategien) diskutiert. Gegenstandstheoretische, methodologische und methodische Aspekte werden dabei in ihrem wechselseitigen Bedingungsverhältnis berücksichtigt. Teilnehmende, die eigenes Datenmaterial einbringen und diskutieren wollen, sind herzlich eingeladen, dies zu tun. Bitte schicken Sie in diesem Fall vorab eine Skizze Ihres Forschungsvorhabens und ggf. der im Workshop zu diskutierenden Problematik.

Herr Prof. Dr. J. Dinkelaker

Herr Dr. C. Herfter

Dokumentarische Methode - Frau Jun. Prof. Dr. A. Hackbarth

Einführung Dokumentarische Methode

Die Dokumentarische Methode ist als rekonstruktives Verfahren mittlerweile in unterschiedlichsten sozialwissenschaftlichen Feldern etabliert. Mit dem Fokus darauf, ‚Implizites explizit’ bzw. ‚sichtbar’ werden zu lassen, werden mit dieser Methode vor allem Handlungspraktiken und Orientierungen von Akteur*innen rekonstruiert. Dem zugrunde liegt ein methodologisches Verständnis, das auf die Praxeologische Wissenssoziologie Karl Mannheims (1964, 1980) aufbaut. In diesem Einführungskurs wird sowohl die Methode als auch die Methodologie erläutert und anhand eines Forschungsprojektes veranschaulicht.

 

Workshops Dokumentarische Methode

Die Workshops bieten die Möglichkeit, eine je spezifische Datenerhebungsmethode, wie z.B. Interviews, Gruppendiskussionen und/oder Videointerpretationen, sowie die Erkenntnisgenerierung mittels der Praxeologischen Typenbildung kennenzulernen. Zum anderen werden die Teilnehmenden aufgefordert, eigene empirische Beispiele bzw. Interpretationen vorab einzureichen, so dass je eine Vorlage gemeinsam interpretiert bzw. diskutiert werden kann.

Frau Jun. Prof. Dr. A. Hackbarth

Herr C. Hempel

Ethnographie - Frau Prof. Dr. K. Bräu und Frau Dr. Y. Akbaba

Einführung Ethnographie

Im Einführungskurs zur Ethnografie werden zunächst Grundprinzipien ethnografischen Forschens erarbeitet und anhand von Beispielen sowohl das Verfahren der teilnehmenden Beobachtung, der Erstellung von ethnografischen Protokollen als auch Auswertungsstrategien im Sinne der Grounded Theory erläutert. Der Kurs soll demnach einen Überblick verschaffen. Je nach Interessen der Teilnehmer*innen könnten auch zwei parallel arbeitende Untergruppen – zur Erhebung und zur Auswertung ethnografischer Daten – eingerichtet werden.


Workshops Ethnographie

Die vier Workshops verstehen sich als Forschungswerkstätten, in denen gemeinsam je an einem Projekt und an den hierzu vorliegenden Beobachtungsprotokollen gearbeitet wird. Nach Möglichkeit soll dabei in jedem Workshop ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. So könnte beim einen Projekt, das noch am Anfang steht, eher an der Qualität der ethnografischen Protokolle gearbeitet werden und beim nächsten das offene Kodieren, das Interpretieren oder das ethnografische Schreiben im Fokus stehen. In allen Fällen wird dem gemeinsamen Deuten der Daten aus den unterschiedlichen Perspektiven, die die Workshopteilnehmer*innen einbringen, und einer hierfür nötigen offenen Atmosphäre besondere Bedeutung beigemessen.

 

Frau Prof. Dr. K. Bräu

Frau Dr. Y. Akbaba

Qualitative Inhaltsanalyse - Herr Morgenstern-Einenkel

Einführung Qualitative Inhaltsanalyse

Die Formen der Qualitativen Inhaltsanalyse gehören zu den weitverbreitetsten codeorientierten Auswertungsmethoden der qualitativen Forschung und eignen sich besonders zur Strukturierung qualitativer Daten unter bestimmen, i.d.R. überwiegend zuvor festgelegten Gesichtspunkten (z.B. Forschungsfragen oder ex-ante Hypothesen), sind aber dennoch offen genug zur Exploration neuer Aspekte. Sie gehen nicht mit spezifischen Formen der Datenerhebung einher und können auf unterschiedliche Datenarten, etwa Interviews, Gruppendiskussionen, Antworten auf offene Fragebogenfragen, Big Data oder popkulturelle Arbeiten, angewendet werden. Die Einführung gibt einen Überblick über die Entwicklung, Hintergründe, gemeinsamen Grundgedanken und unterschiedlichen Formen der Qualitativen Inhaltsanalyse und schafft eine Basis für die Diskussion in den Workshops.


Workshops Qualitative Inhaltsanalyse

Die vier Workshops fokussieren unterschiedliche Aspekte. Neben den drei verbreitetsten Formen der Qualitative Inhaltsanalyse – der inhaltlich strukturierenden, evaluativen und typenbildenden – wird auch die computergestützte Umsetzung (MAXQDA) im Zentrum eines Workshops stehen. In den Workshops wird am Beispiel eingebrachter Projekte das gegenstandsbezogene Vorgehen diskutiert. Die Projektphase spielt dabei keine Rolle. Im Idealfall wird pro Workshop sowohl ein Projekt in der Codier- als auch ein Projekt in der Auswertungsphase besprochen.

Herr A. Morgenstern-Einenkel

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