###SUCHE###

 

WORKSHOPS - Slot II | 14:10 - 15:55 Uhr 

----------

  • WORKSHOP 1: Die professionelle Begegnung - Selbsterfahrung für Lehrkräfte als notwendige Voraussetzung für die Gestaltung professioneller Beziehungen | Raum 155

Referent: Dr. Karsten Krauskopf

Die bestehende und wachsende Herausforderung, sich an der Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse zu beteiligen, fordert (Regelschul-)Lehrkräfte auf der sozio-emotionalen Ebene in besonderem Maße. D.h. Bemühungen, Frustrationen, Erfolge und Rückschläge im Umgang mit Schüler*innen und ihren Eltern verlangen weniger fachliche und fachdidaktische Kenntnisse, sondern vielmehr die Fähigkeit, mit der eigenen persönlichen Beteiligung in diesen Beziehungen professionell umzugehen. 

Professionelle Beziehungsarbeit ihrerseits benötigt Zeit, Übung und nicht ausschließlich kognitiv orientierte Lehr-Lern-Methoden. Angesichts zunehmender Praxisphasen im Lehramtsstudium ergeben sich konkrete Gelegenheiten durch die systematische Reflexion eigener Erfahrungen. Jedoch besteht bisher ein Fokus auf die fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Reflexion von Unterricht im engeren Sinne. Wie können wir die Reflexion von ersten Erfahrungen in der Rolle der Lehrkraft bereits im Studium so begleiten, dass Studierende auf professionelles Handeln in der Beziehung mit Schüler*innen(-Gruppen), multiprofessionellen Teams und Eltern vorbereiten? 

Dieser Workshop schlägt Ansätze zur Selbsterfahrung vor, die auf der psychodramatischen Rollentheorie Morenos beruhen. Zentral ist die Annahme prototypischer intra- und interpersoneller Rollenkonflikte. Didaktisch-methodisch werden handlungsorientierte, szenische Techniken des Psychodramas angewendet und abschließend mit den Teilnehmer*innen Fragen der Implementation in den Kontext des Studiums diskutiert.

Karsten Krauskopf, Dr. rer. nat. Dipl.-Psych Jahrgang 1979, Psychodrama-Therapeut (DFP, DAGG, FEPTO) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Inklusion und Organisationsentwicklung der Universität Potsdam. Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich sozio-emotionaler Kompetenzen von Lehrkräften und multiprofessioneller Kooperation im Kontext von Inklusion. Aufbauend auf seinen Arbeiten während der Promotionsphase beschäftig er sich auch mit Professionswissen (TPCK) zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien.

----------

 

  • WORKSHOP 2: Erleben und zeigen: Spielbasierte Entwicklung kommunikativer Kompetenz in der Lehramtsbildung | Raum 147

Referent: Ronald Herzog

Der Workshop bietet Einblicke in die Seminarkonzepte "Sprechwerkstatt" (TU Chemnitz) und "Professionelle Kommunikation in der Schule" (Uni Leipzig / TU Chemnitz). Neben methodischen wie theoretischen Implikationen der Spielbasierten Kompetenzentwicklung werden Ergebnisse der Seminarevaluation präsentiert und einzelne Übungen exemplarisch mit den Teilnehmenden durchgeführt. Darüber hinaus werden Überlegungen zur Zielsetzung einer solchen Lehrform zur Diskussion gestellt: Welches Potential bietet Spielen mit Körper, Stimme, Sprache und Situation für die Lehrerprofessionalisierung und Persönlichkeitsbildung? Welche Methoden und Ansätze der Schauspielpädagogik und Sprechkunst können in rhetorischen bzw. didaktischen Kommunikationssituationen Anwendung finden?

Ronald Herzog, Dipl. (Sprechwissenschaft), Kommunikationstrainer, Stimmexperte, verantwortlich für die Sprecherziehung im Lehramtsstudium am Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz. 

 

 

 

 

 

----------

  • WORKSHOP 3: Methode Theater Direkt / Instant Theatre 

Referentin: Maite Tritschler

Der Workshop muss aufgrund der Absage der Referentin leider entfallen. 

----------

 

  • Workshop 4: Erprobte Methoden aus Konstruktivismus und systemischer Beratung | Raum 121

Referent: Dirk Meyer

Grundüberlegungen aus Konstruktivismus und Systemtheorie, sowie konkrete Interventionen aus dem pädagogischen Konstruktivismus, der konstruktivistischen Didaktik und der systemischen Beratung und Therapie sollen kurz erläutert und v.a. zur Diskussion gestellt werden:

Die "Gelbe Karte" (Herwig-Lempp), der "Altruistische Egoismus" (Schmidt), systemische Fragen, Perturbationen (Maturana/Varela, Reich), Aufmerksamkeitsfokussierung, Viabilität (v. Glasersfeld), pädagogisches Feedback (Meyer).

Die vorgestellten Überlegungen und Interventionen sind auf vielfältige Lehr- und Lernsituationen anwendbar und beeinflussen diese nach meiner Erfahrung außerordentlich positiv im Sinne der Leiter*innen und der TeilnehmerInnen.

Dirk Meyer ist Sprechwissenschaftler und Germanist. Seit 1993 lehrt und forscht er an der Abteilung für Sprechwissenschaft und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie, Methodik und Didaktik der Rhetorik, Philosophie und Rhetorik, Psychologie und Rhetorik.

 

 

----------

 

  • WORKSHOP 5: Kommunikation im Lehramt: Unterrichtsinteraktion gesprächsanalytisch betrachtet | Raum 131

Referentin: Jun.-Prof. Dr. Maxi Kupetz

Der Workshop gibt einen Einblick, wie mit Lehramtsstudierenden gesprächsanalytisch gearbeitet werden kann, um – je nach Zielstellung – für sprachliche, interaktionale, multimodale und/oder kulturelle Phänomene von Unterrichtsinteraktion zu sensibilisieren. Grundlegend hierfür ist die Arbeit mit Videoaufzeichnungen und Transkripten tatsächlicher Unterrichtssituationen. Im Anschluss an eine gemeinsame exemplarische Analyse soll es Raum für Überlegungen geben, wie interaktionsanalytische und  kommunikationspraktische Ansätze im Lehramtsstudium zusammengedacht werden könnten. 

Maxi Kupetz ist Juniorprofessorin für Interkulturelle Kommunikation und Lehrer*innenbildung am Germanistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie wurde 2015 an der Universität Potsdam im Fach Sprachwissenschaft promoviert. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der gesprächsanalytischen Untersuchung von Unterrichtsinteraktion im mehrsprachigen Klassenzimmer und in der Sensibilisierung von Lehramtsstudierenden und Lehrer*innen für sprachliche und kulturelle Heterogenität in Schule und Unterricht durch Fallarbeit. 

Homepage des Projekts „Kasuistische Lehrerbildung für den inklusiven Unterricht (KALEI)“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: https://www.zlb.uni-halle.de/qlb/.

----------

 

  • WORKSHOP 6: Seminarkonzept - Teamteaching 

Hinweis: Der Workshop muss leider entfallen.

----------

WORKSHOP 7a und 7b laufen nacheinander á 45 Minuten und werden als ein Workshop zu zwei Themen angeboten.

  • WORKSHOP 7a à 45 Min.: Peer-to-Peer - Kollegiale Beratung | Raum 101

Referentinnen: Christine Preuß und Dr. Mara Löw

Vor dem Hintergrund von Gesprächsführungskompetenzen und Konfliktmanagement wird seit dem Wintersemester 2015/16 die kollegiale Fallberatung (KFB) in den schulischen Praxisphasen der TU Darmstadt obligatorisch eingesetzt mit dem Ziel Lehramtsstudierenden schon zu Beginn ihres Studiums, Instrumente und Methoden der Gesprächsführung aufzuzeigen, die sie mithilfe von bestimmten Fragetechniken erlernen und auf Unterrichtsgespräche sowie außerunterrichtliche Kommunikationsprozesse übertragen können. Mit der Methode der kollegialen Beratung wird die berufsspezifische Professionalisierung im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Eltern weiter gestärkt. Die Sitzungen der kollegialen Beratung werden jeweils von ein bis zwei speziell geschulten studentischen Moderatorinnen und Moderatoren geleitet. Die einzelnen Beratungssitzungen werden in regelmäßigen Supervisionssitzungen reflektiert.

Der Workshop bietet einen Einblick in die Arbeit der kollegialen Beratung mit Lehramtsstudierenden und die Qualifizierung von Studierenden, die als Moderator_innen selbst kollegiale Beratung mithilfe eines Gesprächsleitfadens anbieten. Im Workshop werden verschiedene kommunikative Methoden getestet, sowie ein Einblick in die Konzeption der kollegialen Beratung an der TU Darmstadt gegeben. Beteiligt sind u.a. Lehramtsstudierende der TU Darmstadt, die von ihren Erfahrungen berichten und die kommunikativen Methoden auch auf spätere Beratungssettings wie Elterngespräche und Coaching von Schüler_innen übertragen.

OStR‘ i.H. Christine Preuß leitet seit 2014 als Geschäftsführerin das Zentrum für Lehrerbildung der TU Darmstadt. Sie lehrt  zudem im Bereich der Medienbildung und der Filmbildung an der TU Darmstadt. Nach Ihrem Studium der Germanistik und Sozialwissenschaften in Bochum absolvierte sie ihre Referendariat mit Auszeichnung und unterrichtete die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften sowie Film an verschiedenen Gymnasien im Ausland sowie in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt war sie als Pädagogische Leiterin für die Lehrerfortbildung des Schulministeriums NRW tätig. 

Dr. Mara Löw studierte Psychologie mit den Schwerpunkten Pädagogische Psychologie sowie Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin promovierte sie am Institut für Psychologie der TU Darmstadt zum Thema Beratungskompetenz von Lehrkräften. Sie ist Systemische Beraterin und ausgebildete Trainerin und war in der Psychologischen Beratung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie als Dozentin für Pädagogische Psychologie tätig. Aktuell leitet sie die Abteilung Beratung am Zentrum für Lehrerbildung der TU Darmstadt.

----------

 

  • WORKSHOP 7b à 45 Min.: Förderung der Beratungskompetenz | Raum 101

Referenten: Dr. Frank Behr und Dr. Josef Strasser

In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, was unter Beratungskompetenz von Lehrkräften verstanden werden kann und inwieweit welche Aspekte dieser Kompetenz trainiert und gefördert werden können. Dabei werden Ergebnisse der Beratungs- wie auch der Expertiseforschung zum professionellen Kompetenzerwerb berücksichtigt. Die sich daraus ergebende Perspektive soll zur Diskussion der Möglichkeiten, Beratungskompetenz bei Lehrkräften gezielter zu entwickeln, beitragen.

Dr. Frank Behr

Ausbildung: Studium der Fächer Mathematik, Geschichte, Musik und Pädagogik auf Lehramt in Heidelberg; Studium der Pädagogik in Trier; Promotion in Erziehungswissenschaft in Frankfurt/Main. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: professionelle Wahrnehmung und Expertise, Lehrerbildung und Lehrerprofessionalität, habituelle Bedingungen von Lern- und Bildungsprozessen, digitale Bildung & E-Learning, professionelles Handeln und überfachliche Kompetenzen im Lehrerberuf.

Prof. Dr. Josef Strasser

 

Ausbildung: Studium Pädagogik und Psychologie an den Universitäten Bamberg und Regensburg; Promotion und Habilitation in  Erziehungswissenschaften. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Kompetenzentwicklung in der Beratung, Wissenserwerb und Wissensentwicklung in professionellen Handlungsfeldern, Pädagogische Professionalität und (kulturelle) Heterogenität.

 

 

 

Druckansicht im neuen Fenster

Anmeldung

Ab sofort können Sie sich hier anmelden. 

Programm

Zum Impulsvortrag

Zu den Workshops - Slot I

Zu der Postersession

Kontakt

Susanne Krämer
Modul "Körper - Stimme - Kommunikation"
Fachberaterin: Teil Kommunikation

Universität Leipzig 
ZLS
 
Prager Straße 38-40
04317 Leipzig
  

Tel.: (+49)341 97-30 483
Fax: (+49)341 97-30 489

susanne.kraemer@uni-leipzig.de